Über uns

Ein Projekt für den Frieden

Frieden in der Welt ist das wichtigste, was die Menschen brauchen. Nur über das Kennenlernen und gegenseitigen Respekt kommt und bleibt Frieden.

Deutsche und russische Menschen, Jung und Alt, bauen gemeinsam an diesem großen Projekt des Friedens, der Freundschaft, Verständigung und des gegenseitigen Respekts. 

 

„Russland ist ein Land der Zäune“, so hörte ich immer wieder. „Diese Zäune sind dazu da, dass nichts gestohlen wird“, erklärten mir die russischen Begleiterin der Jugendlichen, als ich mich weigerte einen Zaun um unser Freundschaftshaus in Tutajev, in Romanov zu bauen. 

 

Im Mai 2000 gründeten wir unseren Verein, um einem Waisenheim in Tutajev zu helfen. Das war der Beginn unserer Arbeit um Verständigung und Versöhnung. Wir wollten Kinder und Jugendliche in diese Arbeit mit einbinden, da sie die Zukunft gestalten. So kauften wir 2006 ein kleines Holzhaus, das deutsche und russische Jugendliche gemeinsam Stück für Stück zur Begegnungsstätte für Jung und Alt aus der ganzen Welt ausbauen. Nun gibt es auch einen Zaun, aber einen ganz besonderen. 

Jeder Mensch, der das Haus besucht darf eine Zaunlatte bemalen. Es entsteht ein Freundschaftszaun, den die Menschen von innen aus betrachten sollen. Keinen Zaun der Trennung, sondern einen  Zaun, der Neugierde erweckt und den Wunsch, auch Mitglied dieser Gemeinschaft zu sein. Der Gemeinschaft des Friedens, der Toleranz und des Respekts. 

Und wer hat diesen Zaun von Innen schon betrachtet und auch eine Zaunlatte bemalt? 

  • Der 70 jährige Marathonläufer, der jedes Jahr den Marathon mitläuft, um uns seine gewonnene Medaille überreichen zu können.
  • Die 80 jährige Oma, sie erlebte die deutschen Kriegsgefangenen, die in Tutajev bei Familien lebten. Mit ihr zusammen stellten wir ein Kreuz an der Begräbnisstätte von deutschen Kriegsgefangenen, Tutajever Bürgern und Kinder aus St. Petersburg, die der Umzingelung der deutschen Wehrmacht entkommen sind und trotzdem an Erschöpfung starben, auf. 
  • Die Jugendlichen aus Tutajev und aus ganz Deutschland, die beim Work-Camp teilnehmen.
  • Der Bürgermeister aus Tutajev, der sich Zeit nahm, sein Zaunelement auf Deutsch zu beschriften.
  • Die Nachbarin Ludmilla, die unser Haus während unserer Abwesenheit versorgt.
  • Die Künstler aus Moskau, die die wunderschöne Landschaft von Tutajev malen.
  • Lida, die Lehrerin aus dem Ort und ihr Enkel, die helfen mit den Besorgungen von Werkzeug, Milch und Käse vom Bauer.
  • Der Besitzer des Wasser- und Abwassersystems, der unser Haus unentgeltlich an Wasser und Gas anschloss, und mit dem wir nun gemeinsam eine Binsenkläranlage für unser Haus und für die Häuser der Nachbarschaft planen (dies wäre die erste Kläranlage auf der linken Seite der Wolga).

Viele Menschen kamen, malten und redeten, während sie den Zaun von Innen betrachteten. 

Ein Zaun des Trennens, der Abschottung? Bei weitem nicht! Er hilft, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Freundschaften zu schließen.

Anerkennungen und Auszeichnungen für unseren Verein

2002: Von der Botschaft der Russischen Föderation anerkannter humanitärer Verein. 

2002: Von der Landesregierung Baden-Württemberg für vorbildliche Leistungen ausgezeichnet. 

2005: Förderpreis der Robert Bosch Stiftung für deutsch-russisches Bürgerengagement.

2005: Teilnahme an der Gala "Ein Herz für Kinder" (Bild hilft e.V.).